Wie wir Basel verändern wollen 

Das Grüne Bündnis steht ein für eine ökologisch verträgliche und sozial gerechte Welt. Wir handeln lokal, aber übernehmen global Verantwortung. Unsere Politik orientiert sich am Ziel, ökologische, soziale und wirtschaftliche Anliegen in Übereinstimmung zu bringen. Solidarität ist für uns kein Schlagwort, sondern im Alltag wichtig. Klimawandel und teure Energie dürfen nicht zu Armut führen.

Basel hat sich in den letzten Jahren rasch verändert. Die Stadt und ihre Menschen sind internationaler geworden. Rot-Grün ist eine Chance für Basel. Wir, das Grüne Bündnis, haben in den letzten Jahren Impulse gesetzt. Aber wir können nicht zufrieden sein: Der Klimawandel verschärft sich weiter, die Energiethemen werden drängender und die Gefahr besteht, dass die Umweltprobleme sich so verschärfen, dass sozial Benachteiligte besonders leiden. Wir stellen vier Wahlziele ins Zentrum: saubere Energie, öffentlicher Verkehr, ökologische Stadtentwicklung, Solidarität.

Wir wollen 100% saubere Energie
Basel
muss seine Vorreiterrolle in der Energiepolitik zurückgewinnen. Dank der Anti-AKW-Bewegung hat Basel auf Atomstrom verzichtet und hat die tiefsten Strompreise in der Schweiz. Wir wollen jetzt eine 100%ig saubere Stromversorgung, ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen. Wegen des teuren Erdöls boomen die erneuerbaren Energien. Basel und die IWB müssen sich daran beteiligen. Wir wollen keinen Strom unbekannter Herkunft mehr in unseren Leitungen. Aber genauso wichtig ist eine Politik weg vom Erdöl. Der Ersatz fossiler Energie ist die Herkulesaufgabe für die nächsten Jahrzehnte. Basel muss unter Federführung des Kantons zur klimafreundlichen Stadt werden. Eine 2000-Watt-Gesellschaft erfordert die forcierte Sanierung von Altbauten und eine ausschliesslich auf modernsten Energiestandards beruhende Neubaupolitik. Dafür sind entsprechende Fördermittel bereitzustellen.

Jährlich 100 Millionen für den öffentlichen Verkehr 
In der Verkehrspolitik braucht es in Basel eine Trendwende, nicht zuletzt aus Klimagründen. Mit dem Bau der Nordtangente hatte der Strassenbau für Jahrzehnte Priorität und kostete 2000 Millionen. Wir wollen jetzt den Vollausbau des seit 40 Jahren unveränderten Tramnetzes über die Grenzen der Stadt hinaus. Das Hochleistungsstrassennetz gehört im Bestand eingefroren. Die Fläche der bestehenden Stadtstrassen soll zugunsten des Langsamverkehrs allmählich reduziert werden. Riesige Defizite bestehen bei der Regio-S-Bahn. Diese sollte die Städte Basel, Mulhouse und Freiburg im 15-Minuten-Takt verbinden. Basel Nord muss an das S-Bahn-Netz angebunden werden. Um dies alles zu realisieren, sind die Investitionen in den öffentlichen Verkehr deutlich zu erhöhen. Jährlich 100 Millionen über die nächsten Jahre sind anzupeilen.

Mut zur Stadtentwicklung 
Bei der Siedlungspolitik braucht es Mut und Weitblick. Die Entwicklung in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Bildung und Wirtschaft betrifft nicht Basel allein, sondern die ganze Agglomeration. Basel muss sich als Zentrum einer trinationalen Metropolitanregion positionieren. Im bestehenden Siedlungsraum muss das Potenzial zur Verdichtung ausgeschöpft werden. Es braucht für alle Bevölkerungsschichten attraktiven, bezahlbaren Wohnungsraum mit genügend Frei- und Grünflächen. Auf dafür geeigneten Arealen wollen wir innovativen Städtebau. Vor den Toren der Stadt soll ein trinationaler Landschaftspark entstehen. Basel hat ein deutliches  Defizit an kreativer, urbaner Kultur. Im speziellen die Jugend braucht belebte, öffentliche Frei- und Experimentierräume.

0% Ausgrenzung 
Wir wollen nicht, dass im reichen Basel Menschen in Armut leben müssen oder Menschen ausgegrenzt werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben oder aus einer andern Kultur stammen. Kinder dürfen für junge Paare oder Alleinerziehende nicht zum Armutsrisiko werden. Mit Besorgnis stellen wir fest, dass der massive Preisanstieg bei Lebensmitteln und Heizöl der letzten Monate gerade Personen mit geringem Einkommen am härtesten trifft. Die sozialen Einrichtungen müssen den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Schon lange fordern wir kantonale Ergänzungsleistungen für Familien mit Kindern. Bei der Sozialhilfe ist eine Erhöhung des Grundbedarfs dringend. Die Kluft zwischen Arm und Reich darf sich nicht weiter öffnen. Gerechtigkeit ist ein Leitgedanke unserer Politik. Deshalb fordern wir das Stimmrecht für Migrantinnen und Migranten. Basel hat eine soziale Tradition, an die wir anknüpfen und für die wir Verantwortung übernehmen.